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1. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
AUF DER SUCHE NACH DEN ANFÄNGEN HAMBURGS

Referent: Kay-Peter Suchowa, Archäologisches Museum in Hamburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Nicht jedem Wissenschaftler ist es vergönnt, Hamburgs Geschichte umzuschreiben. Dem Archäologen und Grabungsleiter Kay-Peter Suchowa gelang dies vor drei Jahren! Im Herzen der Stadt - in der Straße Hahntritt zwischen Großem Burstah und Hopfenmarkt - stießen er und sein Team bei Grabungen auf die Wallanlagen der „Neuen Burg“, deren Baubeginn bislang auf das Jahr 1061 festgelegt worden war. Mit Hilfe der Dendochronologie konnten die von Suchowa gefundenen ältesten Balken des Holz-Erde-Walls dank der guten Erhaltungsbedingungen (hoher Grundwasserstand in einer alten Alsterschleife) aber auf das Jahr 1021/1022 datiert werden - also um vierzig Jahre früher. Bauholz wurde stets im Winter geschlagen und sofort grün verbaut.
In der Nähe der Nikolaikirche und des Hopfenmarkts vermutete das Archäologische Landesmuseum der Hansestadt schon 1953 eine Burganlage. Die rasche Bebauung des Areals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verhinderte weitere Forschungen. Suchowa, dem schon in der Schloss-Straße in Harburg eine Reihe neuer archäologischer Erkenntnisse gelangen, nutzte das sich nach dem Abriss einer Häuserzeile aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts öffnende Zeitfenster, um mit seinen Funden die mittelalterliche Geschichte des Hamburger Altstadtkerns in einer stark beachteten Ausgrabungskampagne umzuschreiben. Denn mit der „Neuen Burg“ verwies er auch die in den Geschichtsbüchern (immer noch) erwähnte „Alsterburg“ in das Reich der Fabel.
Welche Rolle spielte die „Neue Burg“, die schon 1139 wieder geschleift wurde, als Nachfolge der drei Burganlagen auf dem Speersort für die Entwicklung der Stadt? Wie sah die sie umgebende Siedlung aus? Womit verdienten die hier rund 5oo lebenden Menschen ihr Geld? Diese und andere Fragen beantwortet der versierte Archäologe und Grabungsleiter in seinem spannenden Vortrag.


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