Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Abendvorträge 2018

Anzeige von 31 Terminen im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2018.
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  Programm 2018
01.01.2018 bis 31.12.2018
 
   
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Januar Seitenanfang

11. Januar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
AUGUSTA VINDELICORUM – AUGSBURG DER FUGGER UND WELSER – AUGSBURG ALS INDUSTRIESTADT

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Augsburg ist nach Trier die zweitälteste urkundlich erfassbare Stadt Deutschlands, begründet um 15 v. Chr. nach der Eroberung des damals bis zur Donau keltisch besiedelten Raumes durch die Adoptivsöhne des Augustus – Drusus und Tiberius - am Zusammenfluss von Lech und Wertach. Die Hauptstadt der neuen römischen Provinz „raetia secunda“ überdauerte die Völkerwanderung, die Einnahme durch die germanischen Sueben, und ist heute die Hauptstadt des bayrischen Regierungsbezirkes Schwaben. Den Glanzpunkt seiner Entwicklung erlebte Augsburg um 1500, als der Großunternehmer Jacob Fugger als der reichste Mann Europas galt. Er prägte mit seinem Geld nicht nur das Stadtbild (Fuggerei, Stadtpalast) maßgeblich, sondern finanzierte Kaiser Maximilian I. und steuerte die Wahl Karls V. zum römisch-deutschen Kaiser. In seinem Stadtpalast wurde Martin Luther vom päpstlich entsandten Kardinal Cajetan 1518 zum Widerruf seiner Thesen aufgefordert. Wie bekannt, widerrief Luther nicht.
Mit dem Beginn des Industriezeitalters entwickelte sich Augsburg zu einer Stadt der Tüftler und Erfinder. Rudolf Diesel erfand den „Diesel“-Motor. Aus seiner kleinen Werkstatt wurde mit der Zeit MAN. Die Firma Messerschmidt baute Flugzeuge. Modernste Webereien sorgten nach dem 2. Weltkrieg für einen wirtschaftlichen Neubeginn. – Und wer kennt nicht die Augsburger Puppenkiste –
Die Vorstellung der Stadt mit ihren Besonderheiten ist auch eine Vorbereitung auf die mehrtägige Exkursion dorthin vom 09. bis 16. Juli

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

AUGSBURG: RÖMERSTADT – STADT DER FUGGER UND WELSER – STADT DER REFORMATION – STADT MODERNER INDUSTRIE
Es sollen in Augsburg u.a. folgende Ziele besucht werden: die Moritzkirche (nach dem Krieg in...

18. Januar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
ERNÄHRUNG, KONKURRENZ, UND JAGDVERHALTEN VON FLEDERMÄUSEN AN GEWÄSSERN

Referent: PD Dr. habil. Robert Sommer, Zoologe, Universität Rostock

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Die Nahrung von Fledermäusen kann in verschiedenen Regionen der Erde zum Teil ganz unterschiedlich sein. Aus unserer Sicht gehören z. B. der blutleckende „gemeine Vampir“ in Südamerika oder der Riesenabendsegler in Süd- und Osteuropa, welcher unter anderem Kleinvögel im Flug erbeutet, zu den bemerkenswertesten Arten.
Um interessante und beeindruckende Einblicke in das Jagdverhalten von Fledermäusen zu bekommen, muss man aber nicht zwangsweise eine weite Reise in die Tropen unternehmen, denn auch im europäischen Flachland kann man als Forscher noch spannende und neuartige Zusammenhänge der Natur dokumentieren! So zum Beispiel beginnt auch in der ganz normalen norddeutschen Seenlandschaft an jedem Sommerabend bei einbrechender Dunkelheit ein atemberaubendes Schauspiel: Fledermäuse erobern den Luftraum und erbeuten im geschickten Jagdflug über Bäumen oder Gewässern Schmetterlinge, Käfer und Mücken - das große nächtliche „Fressen und gefressen werden“ beginnt ...

25. Januar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
UNSEREN VORFAHREN AUF DER SPUR – DIE ARCHÄOGENETIK ENTRÄTSELT LETZTE GEHEIMNISSE

Referent: Prof. Dr. Ben Krause-Kyora, Biochemiker und Archäologe, Christian-Albrechts-Universität Kiel / Max Planck Institut für Menschheitsgeschichte Jena

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

„48 Millionen Jahre altes Drüsenfett gefunden“ und „ zwei 9,7 Millionen Jahre alte Zähne einer Vormenschen-Gattung“ ließen in den letzten Monaten die Fachwelt aufhorchen. Arbeit für das relativ neue Fachgebiet Archäogenetik - für Wissenschaft-ler also, die sich mit der Untersuchung von Erbmaterial bei Menschen, Tieren und Pflanzen beschäftigen (aDNA) und so ständig neue Erkenntnisse über den Verlauf der Evolution gewinnen. Die Funde stammen meist aus archäologischen Grabungen und müssen - um Kontaminationen zu vermeiden - unter Reinstbedingungen analy-siert werden.
Der Hamburger Ben Krause-Kyora gehört zu den überwiegend jungen Forschern, die Licht in das Dunkel der uns weitgehend unbekannten Vergangenheit bringen wollen. Er selbst hat mit seinem Team u.a. entdeckt, dass der berühmte Eismann „Ötzi“ an Helicobacter Pylori litt, einer bakteriellen Entzündung des Magens, die lange für Krebs gehalten wurde. In seinem Vortrag führt der Wissenschaftler in ein komplexes, aber hoch interessantes Wissenschaftsgebiet ein und zeigt auf, welche „großen Überraschungen“ der Archäologie und anderen Wissenschaften noch bevorstehen können.


Februar Seitenanfang

1. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
AUF DER SUCHE NACH DEN ANFÄNGEN HAMBURGS

Referent: Kay-Peter Suchowa, Archäologisches Museum in Hamburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Nicht jedem Wissenschaftler ist es vergönnt, Hamburgs Geschichte umzuschreiben. Dem Archäologen und Grabungsleiter Kay-Peter Suchowa gelang dies vor drei Jahren! Im Herzen der Stadt - in der Straße Hahntritt zwischen Großem Burstah und Hopfenmarkt - stießen er und sein Team bei Grabungen auf die Wallanlagen der „Neuen Burg“, deren Baubeginn bislang auf das Jahr 1061 festgelegt worden war. Mit Hilfe der Dendochronologie konnten die von Suchowa gefundenen ältesten Balken des Holz-Erde-Walls dank der guten Erhaltungsbedingungen (hoher Grundwasserstand in einer alten Alsterschleife) aber auf das Jahr 1021/1022 datiert werden - also um vierzig Jahre früher. Bauholz wurde stets im Winter geschlagen und sofort grün verbaut.
In der Nähe der Nikolaikirche und des Hopfenmarkts vermutete das Archäologische Landesmuseum der Hansestadt schon 1953 eine Burganlage. Die rasche Bebauung des Areals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verhinderte weitere Forschungen. Suchowa, dem schon in der Schloss-Straße in Harburg eine Reihe neuer archäologischer Erkenntnisse gelangen, nutzte das sich nach dem Abriss einer Häuserzeile aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts öffnende Zeitfenster, um mit seinen Funden die mittelalterliche Geschichte des Hamburger Altstadtkerns in einer stark beachteten Ausgrabungskampagne umzuschreiben. Denn mit der „Neuen Burg“ verwies er auch die in den Geschichtsbüchern (immer noch) erwähnte „Alsterburg“ in das Reich der Fabel.
Welche Rolle spielte die „Neue Burg“, die schon 1139 wieder geschleift wurde, als Nachfolge der drei Burganlagen auf dem Speersort für die Entwicklung der Stadt? Wie sah die sie umgebende Siedlung aus? Womit verdienten die hier rund 5oo lebenden Menschen ihr Geld? Diese und andere Fragen beantwortet der versierte Archäologe und Grabungsleiter in seinem spannenden Vortrag.

8. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
DAS RÄTSEL DER FRANKLIN-EXPEDITION: DIE ENTDECKUNG DER EREBUS UND DER TERROR

Referent: PD Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Anfang September 2016 wurde das zweite Schiff der gescheiterten Expedition von Sir John Franklin, die HMS Terror, in der kanadischen Arktis entdeckt. Franklin hatte mit seinen Schiffen HMS Terror und HMS Erebus Mitte des 19. Jahrhunderts vergeblich versucht, die Nordwest-Passage zu durchqueren. Wie bereits die Erebus war auch die Terror nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche in der kanadischen Arktis gesunken und in sehr gut erhaltenem Zustand gesichtet. Der Vortrag wird sich nicht nur mit den historischen Ereignissen auseinandersetzen, sondern auch beleuchten, inwiefern das Auffinden der Schiffe, welches in Kanada zum nationalen Ereignis erklärt wurde, ganz konkrete Auswirkungen hat auf Besitzansprüche im Gebiet des Nordpols.

15. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
„UND DAS SOLL KUNST SEIN?“ – WEGE ZUM VERSTÄNDNIS DER KUNST UNSERER ZEIT

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Noch nie war so viel Kunst wie heute: Stetig wächst die Zahl der jungen Menschen, die Kunst studieren, immer mehr Sammler drängeln sich auf den Kunstmessen, auf Biennale folgt Triennale, Kunstwerke erzielen astronomische Auktionspreise, allerorten eröffnen neue Kunstmuseen – von „Bilbao“ bis „Barberini“. Gleichzeitig wird es jedoch immer schwerer, sich im Kunstdschungel der Gegenwart zurechtzufinden und fragen wie „Und das soll Kunst sein?“ machen die Runde.
Das vergangene „Superkunstjahr“ mit seinen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst wie der Biennale in Venedig, der Documenta in Kassel und den Skulpturenprojekten in Münster, fordert geradezu dazu heraus, über die Kunst unserer Zeit nachzudenken und Wege zu ihrem Verständnis aufzuzeigen. Einer führt dabei knapp 100 Jahre zurück – ins Jahr 1917….

21. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
ÜBER DAS LIEBESLEBEN DER VÖGEL UND UNSINNIGE WASSERSTRAßENPROJEKTE

Referent: Dr. Ernst Paul Dörfler, Biologe und Autor, Dessau

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Schwerpunkte dieses Vortrages wenig miteinander zu tun zu haben. Bei näherer Betrachtung wird jedoch bald erkennbar, dass es durchaus deutliche Zusammenhänge zwischen beidem gibt, führen doch Ausbau und ständige Vertiefung von Wasserstraßen auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung des „Liebeslebens“ der Vögel.
Der Buchautor Dr. Ernst Paul Dörfler, EuroNatur-Preisträger 2010, erzählt zum einen, locker und amüsant, was es so alles mit dem Liebesleben in der Vogelwelt auf sich hat. Er beantwortet z.B. die Frage, wie die Geschlechter zueinander finden und wie der Partner gewählt wird. Geht es nach Schönheit, Größe, Stärke oder nach Vermögen? Kennen Vögel so etwas wie Liebe, Zärtlichkeit oder Eifersucht? Wie geht es bei der Hochzeit zu, und wie gestaltet sich das Familienleben?
Als langjähriger Anwohner der Elbe stellt der Referent jedoch andererseits fest, dass die Unterhaltung dieses Flusses für die Schifffahrt verstärkt zu Austrocknung der Auen, zu einer kontinuierlich stärker werdenden Erosion des Flussbettes mit immer niedrigeren Wasserständen führt und damit zu einem immer größer werdenden Verlust an Lebensräumen für viele Vogelarten. Vor diesem Hintergrund stellt sich in unserer Region auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Ausbaus des Elbe-Lübeck-Kanals.

22. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
„JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER“ – ZUM „ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFF“ BEI JOSEPH BEUYS

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Kein anderer Künstler der Nachkriegszeit hat die öffentliche Meinung so stark polarisiert, wie Joseph Beuys. Für die einen gilt er als „Künstler-Scharlatan“, die anderen sehen in ihm eine zentrale Künstlerpersönlichkeit im 20. Jahrhundert. Der Vortrag stellt die Ideen und die Hauptwerke des Künstlers vor. Dazu gehört auch die Aktion \"7000 Eichen\", die Beuys im Rahmen der documenta in Kassel durchführte.


März Seitenanfang

1. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
WO WIR UNS FINDEN WOHL UNTER LINDEN – EINE KULTURGESCHICHTE DER GATTUNG TILIA

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Linden stehen überall – als Alleebäume, Parkbäume, in Städten und Dörfern. Doch wir heutigen Menschen wissen meist nicht mehr, welche Bedeutung die Linde für unsere Vorfahren hatte. In unserer Sprache, in Ortsnamen, aber auch in bildender Kunst und Poesie scheint diese Bedeutung auf. Begibt man sich auf die Spurensuche, findet man erstaunliche Zeugnisse dafür, dass die Linden einst Mittelpunkte unserer Dörfer waren: Bürgermeisteramt, Amtsgericht, Dorfgemeinschaftshaus und Diskothek in einem.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

8. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
DIE WINDMÜHLEN IN LAUENBURG

Referent: Bruno Kluß, Bergedorfer Mühle e. V.

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Ende des 19. Jh. gab es in Lauenburg drei Windmühlen. Davon ist nur noch die Kampff’sche Mühle an der Bergstraße erhalten. Der älteste Standort liegt jedoch an der Berliner Straße, Hier wurde bereits 1750 anstelle einer Bockwindmühle die erste Holländerwindmühle im Herzogtum Lauenburg errichtet.
Die noch vorhandene Mühle ist jedoch nur scheinbar eine Windmühle, in Wirklichkeit ist sie ein gutes Beispiel für den Umbau einer Windmühle zur Motormühle. Leider ist auch diese Mühle gefährdet, sie braucht dringend die Unterstützung der Lauenburgerinnen und Lauenburger.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

15. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
NAMIBIA – IN SEINER GESCHICHTE UND GEGENWART

Referent: Klaus-Dieter Gralow, Archäologe, Bad Kleinen

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Nahezu unbekannt ist die Tatsache, dass aus Namibia die älteste Kunst Afrikas (!) stammt, 1969 vom Deutschen Archäologe W.E. Wendt entdeckt. Der Vortrag beginnt hier und führt über weitere archäologische Stationen (Problematik Feldbildforschung) zur Besiedlungsgeschichte des Landes durch die heute noch vorhandenen unterschiedlichen Stämme über eine 30 Jahre dauernde deutsche Kolonialgeschichte (1884-1915), einer über 70 Jahre andauernden Geschichte als südafrikanisches Mandatsgebiet (bis 1990) bis in die heutige Zeite. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Landes, mit der Geschichte der Menschen, ihrer Kultur und ihrer Landschaft werden gezeigt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

21. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
DIE WALE VON GROß PAMPAU – PALÄONTOLOGISCHE SCHÄTZE AUS DER UR-NORDSEE

Referent: Gerhard Höpfner, Museum für Natur und Umwelt, Lübeck

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Im Jahr 1984 fanden Mitglieder des Vereins Lübecker Geschiebesammler die ersten Walknochen im schwarzen Glimmerton der Groß Pampauer Kieskuhle. Die heutige zähe Tonschicht war vor etwa elf Millionen Jahren der Schlick der Ur-Nordsee, die damals weit bis in das heutige Binnenland hineinragte. In diesen einstigen Schlick-Schichten des oberen Miozän lagern heute die Überreste der damals verendeten Meeresbewohner, die normalerweise nur in Tiefen von rund 100 Metern zu finden sind. Im Bereich von Groß Pampau wurden sie jedoch durch Salzdome nach oben gedrückt, so dass sich dort eine in Europa einmalige, oberflächennahe Fundsituation befindet. Das hat den kleinen Ort in Schleswig-Holstein mittlerweile als Fundort und einzigartige Lagerstätte europaweit bekannt gemacht. Nach einer längeren Pause beim großflächigen Tonabbau konnten von 2012 an erneut aufwändige paläonto-logische Grabungen durchgeführt werden, bei denen hervorragende Neufunde gemacht wurden. 2016 gab es zwei besonders sensationelle Funde in Form einer Robbe und eines besonders gut erhaltenen Bartenwals inklusive Beckenknochen. Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt werden viele der Funde wissenschaftlich bearbeitet und ausgestellt.

22. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DER 2. PRAGER FENSTERSTURZ

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Der Weltkrieg der Religionen brach aus, als sich das Zahlenverhältnis im siebenköpfigen Kurkolleg von 4 : 3 zuungunsten der Katholiken in 3 : 4 verwandelte.
In hellem Aufruhr hatten die böhmisch-mährischen Stände ihren habsburgischen Landesherrn abgesetzt und seine drei Emissäre 18 m tief aus dem Ladislaus-Saal der Prager Burg gestürzt. Sie wählten dann einen Ultracalvinisten zum König und Kurfürsten von Böhmen.
Der 1. Fenstersturz war 1419 im Neustädtischen Rathaus im Zuge der Hussitenkriege, der 3. während des kommunistischen Umsturzes 1948, als der linksliberale Außenminister der CSR Jan Masaryk, Sohn des Staatsgründers von 1918 Thomas Masaryk aus dem 12. Stock des Czernin-Palais‘ zu Tode stürzte. Aus der CSR wurde gewaltsam die CSSR.


April Seitenanfang

5. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
SIND WIR ALLEIN IM UNIVERSUM? SETI: DIE SUCHE NACH DEN ALIENS.

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Wurden am 15. August 1977 intelligente Signale aus dem All aufgezeichnet?
Welches Geheimnis verbirgt der Stern KIC 8462852?
Werden Außerirdische in ferner Zukunft Botschaften der Menschheit empfangen, oder sollten wir uns lieber ganz still verhalten?
Warum eignen sich 21 cm als kosmische Längeneinheit?
Die Geschichte der Suche nach extraterrestrischen Zivilisationen ist reich an spannenden Fragen. Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Werden wir sie jemals entdecken, oder sind wir allein in diesem unvorstellbar großen Universum.

19. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE TOURISMUSDESTINATION ALTES LAND – EINE AGRARISCHE KULTURLANDSCHAFT MIT WELTKULTURERBEPOTENZIAL

Referent: Stephan Bergmann, Dipl.-Geograph, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Das Alte Land an der Unterelbe zwischen Hamburg, Stade und Buxtehude gelegen ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet nördlich der Alpen sowie Urlaubs- und Ausflugsdestination für jährlich Hunderttausende von Erholungssuchenden aus nah und fern. Zugleich ist die seit dem 12. Jahrhundert durch holländische Wasserbauspezialisten eingedeichte und in drei „Meilen“ besiedelte Region eine einmalige Kulturlandschaft, die sich seit einigen Jahren um die Anerkennung zum Weltkulturerbe der UNESCO bewirbt. Zahlreiche regionaltypische Elemente aus Landwirtschaft, Industrie und Seefahrt prägen das Erscheinungsbild dieses Landstrichs, der sich den Herausforderungen eines zunehmenden Expansionsdrucks aus der Freien und Hansestadt Hamburg stellt. Im Rahmen des Vortrags wird versucht, einen ersten Überblick über das Alte Land als Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusraum zu geben.

24. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
ALFRED LICHTWARK UND DIE MODERNE KUNST IN HAMBURG

Referent: Dr. Katrin Schmersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

1886 wurde Alfred Lichtwark zum ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle berufen. Er lud bekannte Künstler der Moderne - unter ihnen auch Max Liebermann - nach Hamburg ein, um hier zu arbeiten. Die jungen Hamburger Künstler wiederum ermunterte er zu „mehr Farbigkeit\" und forderte sie ebenfalls auf, die „hamburgische Landschaft” zu malen. Im Frühjahr 1897 schlossen sich die Maler der jungen Generation – unter ihnen Julius von Ehren, Ernst Eitner, Arthur Illies und Arthur Siebelist -zum Hamburgischen Künstlerclub zusammen. So entstand in Hamburg, noch vor der Gründung der Berliner Sezession 1898, eine der ersten modernen Künstlervereinigungen Deutschlands. Mit ihrer neuartigen Freilichtmalerei provozierten die „Jungen Hamburger“ allerdings erst einmal einen handfesten Skandal ...


Mai Seitenanfang

29. Mai 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF – „O SCHAURIG ISTS ÜBERS MOOR ZU GEHN …“

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

O schaurig ists übers Moor zu gehn …“, so beginnt eines der bekanntesten deutschen Gedichte, das von Generationen von Schülern auswendig gelernt wurde. Das Gedicht verbreitet ein gruseliges Schaudern, denn das Moor, über das der Knabe geht, ist bevölkert von frevelnden Menschen, die als Tote, versunken im Schlamm, das durch das Moor eilende Kind verschlingen wollen.
Nicht heiterer geht es in A.v.D.-H.‘s Meisternovelle „Die Judenbuche“ zu. In hartem, unsentimentalen Ton werden in der Kriminalnovelle Recht, Freiheit, Fluch und Schuld der menschlichen Existenz gezeigt.
Die Werke der Droste weisen auf die Moderne, denn sie ahnt das Unsichere der menschlichen Existenz. Die Härte ihrer Werke steht in großem Kontrast zu ihrem wirklichen Leben. Sie hat als adeliges Landfräulein die Anforderungen ihrer Familie und ihres Standes stets erfüllt, und die Dichtung war eher ein Produkt zusammengegeizter Nebenstunden. Die zierliche, kleine Annette wurde als Heimatdichterin missverstanden.
Es soll im Vortrag die wahre Größe der Dichterin deutlich gemacht werden, indem einige ihrer Werke vorgestellt werden.


Juni Seitenanfang

7. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE HASELNUSSRÖSTER VOM DUVENSEER MOOR

Referent: Dr. Daniel Groß, Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Die Gegend westlich von Ratzeburg und Mölln bei Klinkrade um das Jahr 7.500 vor Chr.: Dort, wo heute das Duvenseer Moor liegt, gab es einst einen großen flachen See mit zahlreichen Inseln. Jedes Jahr im Herbst kamen regelmäßig und über lange Zeiträume Menschen der Mittleren Steinzeit auf ihren Wanderungen hierher, um sich für den nahenden Winter mit Proviant zu versorgen. Sie pflückten Haselnüsse und rösteten sie des besseren Geschmacks wegen und aus Zwecken der Konservierung an Ort und Stelle. Die Schalen ließen sie achtlos liegen. 1923 wurden diese und der dazu gehörende Siedlungsplatz zufällig von dem Geologen Karl Gripp entdeckt. Das Moor wurde schnell zu einem wichtigen Platz der Mesolithikumforschung in ganz Nordeuropa! Aber die Forscher fanden noch mehr: Das „Duvenseer Paddel“ zum Beispiel, das lange als das älteste Rudergerät der Welt galt und im Hamburger Helmsmuseum gezeigt wird.
Besonders gut kann auf den Fundplätzen im Duvenseer Moor die zeitliche Abfolge in der Entwicklung von Geräten aus Feuerstein (Pfeilspitzen, Schaber usw.) nachvollzogen werden. Die hier siedelnden Menschen ernteten nicht nur Haselnüsse, sie gingen auch auf Jagd und reparierten ihre Waffen. Das Wasser überquerten sie in Einbäumen, die Nüsse legten sie zum Schutz vor Bodenfeuchte auf Rindenmatten.
Dr. Daniel Groß berichtet über den bisherigen neuen Forschungsstand und über eine Zeit, in der sich das Klima nach dem Ende der Eiszeit im Jahresdurchschnitt um mehrere Grad erwärmte und die Umwelt total veränderte - bis hin zum Abschmelzen der Polkappen und dem Entstehen von Nord- und Ostsee.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

14. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
WER HAT’S ERFUNDEN? ZUR ENTWICKLUNG DER TRIGONOMETRIE.

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Die Neuinterpretation der 3.700 Jahre alten babylonischen Keilschrifttafeln „Plimpton 322“ wirft ein ganz neues Licht auf die Urheberschaft der Trigonometrie, die sonst den Griechen der Antike oder den Indern um 500 n. u. Z. zugeschrieben wurde. Die an praktischen Anwendungen orientierte Mathematik der Babylonier drückt die Verhältnisse im rechtwinkligen Dreieck durch Proportionen aus, die Aufgrund des verwendeten Zahlensystems zur Basis 60 einen sehr einfachen und genauen Zugang zur Berechnung von Dreiecken liefert. Diese Berechnungen sind von enormer Bedeutung, z.B. für die Vermessung von Feldern bis hin zur Konstruktion von Bauwerken wie Tempeln oder Pyramiden. Vielleicht stellt sich in Zukunft sogar die verwendete Rechentechnik als nützliches Hilfsmittel für unsere Computer heraus.
Die verwendete Methode wird erläutert und mit den griechischen und indischen Zugängen verglichen.

28. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
PAULA MODERSOHN-BECKER IN PARIS

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Ausstellungen ihrer Werke in Paris, Kopenhagen oder Hamburg haben das starke Interesse des Publikums an Modersohn-Becker eindrücklich dokumentiert. Während ihrer vier Aufenthalte in der französischen Hauptstadt hat sich die Malerin mit den damals aktuellen Strömungen der Moderne vertraut gemacht und ihr eigenes Werk damit bereichert.
Der Vortrag folgt den Spuren der Malerin durch Paris.


August Seitenanfang

31. August 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DER UNTERGANG DER K.u.K.-MONARCHIE VOR 100 JAHREN

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Das zerbrechliche Gebilde der ehrwürdigen K.u.K.-Monarchie mit den beiden tragenden Nationen der Deutschösterreicher und der Ungarn war schon lange dem Sturm des Nationalismus der anderen Völker ausgesetzt. Es musste einstürzen, als der 1.Weltkrieg verloren war. Als die Völker ihren Landhunger gestillt hatten, blieb vom Kaiserreich Österreich noch etwa 30 %, vom Königreich Ungarn ebenfalls nur noch 30 % übrig, wobei das ungarische Burgenland an die Republik Österreich kam.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


September Seitenanfang

10. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
DER ANDERE ANDERSEN – HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Lübeck, Schüsselbuden 6 - 8 Vorwerker Diakonie im Gablerhaus, Café Ulrich‘s

Weltberühmt ist Hans Christian Andersen mit seinen Märchen geworden, die in mehr als 150 Sprachen übersetzt wurden. Kaum bekannt sind jedoch die Scherenschnitte, Zeichnungen oder collagierten Bücher des dänischen Dichters. Anders als die Verleger zu Andersens Lebzeiten, die zur Illustration der Märchen erfahrene Illustratoren wie Otto Speckter oder Vilhelm Pedersen beauftragten, schuf Andersen selbst ein geradezu modernes Werk, das jedoch nur einem kleinen privaten Kreis bekannt war und zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde. Der Vortrag stellt den „anderen“ Andersen vor und dokumentiert, wie dessen Kunst z.B. in Andy Warhol einen Bewunderer fand.

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

BESUCH DER BREMER KUNSTHALLE: ZUR AUSSTELLUNG „DER ANDERE ANDERSEN –HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER“
7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207 7.50 Uhr ab Wentorf ...

18. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DER MYTHOS TROJA

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Im 8. Jahrhundert v. Chr. beschrieb Homer in der Ilias den Krieg um Troja und schuf damit einen Mythos, der bis heute nichts an Strahlkraft verloren hat. Schon in der Antike wurde die Ilias zur Standardlektüre, und Themen aus dem Trojanischen Krieg fanden Eingang in die bildende Kunst. Weder im Altertum noch im Mittelalter wurde an der Historizität Trojas gezweifelt, und inspiriert von der Dichtung Homers begab sich Heinrich Schliemann im späten 19. Jahrhundert auf die Suche nach dem legendären Ort. Mit seinen Funden begründete er die wissenschaftliche und historische Troja-Forschung, die bis heute andauert.
Themen dieses Vortrages sind die Begründung des Troja-Mythos‘ durch Homer und seine Rezeption in Antike, Mittelalter und früher Neuzeit sowie die Gegenüberstellung der literarischen Schilderungen mit dem historischen Troja, wie es aus Ausgrabungen und hethitischen Quellen erschlossen werden kann.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

20. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
WIEN UM 1900

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Um 1900 kaiserliche Hauptstadt, ist Wien eine Stadt nicht ohne Widersprüche. Die Repräsentationsformen der Habsburger Donaumonarchie stehen den Sezessionskünstlern Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka höchst spannungsreich gegenüber. Die Künstler der Moderne zeigten insbesondere die seelische Verfasstheit ihrer Zeitgenossen.


Oktober Seitenanfang

23. Oktober 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
AUF DEN SPUREN BRONZEZEITLICHER GEMEINSCHAFTEN IN NORD- UND MITTELEUROPA

Referent: Dr. Jutta Kneisel, Archäologin, Christian-Albrechts-Universität Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Rund 20 Jahre lang haben Archäologen der CAU Kiel zusammen mit polnischen Kolleginnen und Kollegen eine Siedlung der bronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur in Bruszczewo - rund 60 km südlich von Posnan (Posen) - ausgegraben. Der Ort, über 300 Jahre an einer Bernstein-Straße gelegen, wird um 1.600 v.Chr. plötzlich aufge-geben. Die Einwohner fliehen in Richtung Westen. Was sind die Ursachen: Klima- oder Naturkatastrophen, Seuchen, kriegerische Auseinandersetzungen, das Ende der Handelsströme?
Im Rahmen des europaweiten Forschungsprojekts „Kultureller Wandel am Übergang von der Früh- zur Mittelbronzezeit“ untersuchte die Archäologin Jutta Kneisel auch Bestattungsplätze in Bredenbek bei Achterwehr und in der Gemarkung „Mang de Bargen“ östlich von Bornhöved und stellte fest, dass ihre Belegung fast nahtlos an das Ende von Bruszczewo anschließt. Da feststeht, dass die Kunst der Bronzeher-stellung bei uns aus Osteuropa eingeführt wurde, stellt sich die Frage: Waren es vielleicht die Siedler aus der Umgebung von Posen? Auf diese und andere Probleme sucht der Vortrag nach Antworten.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

25. Oktober 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
LEIDENSCHAFT UND BILDGEWALT: TINTORETTO ZUM 500. GEBURTSTAG

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

1518 erblickte Jacopo Tintoretto als Sohn eines Färbers (Tintore) in Venedig das Licht der Welt. Eine Zeitlang wohl Lehrling in der Werkstatt des berühmten Tizian, gelang ihm im Alter von knapp 30 Jahren der Aufstieg in die erste Reihe der venezianischen Maler seiner Zeit.
Mit unbändigem Ehrgeiz und angetrieben von einer tiefen Religiosität schuf er in den kommenden Jahrzehnten bis zum seinem Tode für den Venezianischen Staat, die großen Brüderschaften und für die Kirchen Venedigs ein umfangreiches Werk voller Leidenschaft und Dramatik, dessen Höhepunkt die Ausmalung der Scuola Grande di San Rocco ausmachte.
Der Vortrag stellt Leben und Werk des letzten großen venezianischen Malers des Cinquecento vor und diskutiert seinen Stellenwert in der Geschichte der Kunst.


November Seitenanfang

1. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
HAMBURG – DAS BRAUHAUS DER HANSE

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Universität Hamburg, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Nach einem einleitenden Blick auf das Brauen bei den alten Hochkulturen wird die Brautradition im Mittelalter mit den Hausbrauereien und Klosterbrauereien vorgestellt und die Rolle des Biers als Exportartikel der Hanse diskutiert. - Wie wurde das Bier hergestellt, mit welchen Rohstoffen (man denke an das Reinheitsgebot von 1516) und wie hat sich der Brauprozess im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. In diesem Zusammenhang wird der Übergang vom handwerklichen zum industriellen Brauen im 19. Jahrhundert thematisiert, insbesondere die Innovation beim Bierbrauen bzgl. Hefe und Gärung (Pasteur) und die Revolution durch die Kältetechnik (Linde), die zum Durchbruch des untergärigen Bieres führte. Abschließende Bemerkungen sind der Entwicklung der Hamburger Brauereien und der Renaissance der Braukunst gewidmet.

8. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
DER ANDERE ANDERSEN – HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Weltberühmt ist Hans Christian Andersen mit seinen Märchen geworden, die in mehr als 150 Sprachen übersetzt wurden. Kaum bekannt sind jedoch die Scherenschnitte, Zeichnungen oder collagierten Bücher des dänischen Dichters. Anders als die Verleger zu Andersens Lebzeiten, die zur Illustration der Märchen erfahrene Illustratoren wie Otto Speckter oder Vilhelm Pedersen beauftragten, schuf Andersen selbst ein geradezu modernes Werk, das jedoch nur einem kleinen privaten Kreis bekannt war und zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde. Der Vortrag stellt den „anderen“ Andersen vor und dokumentiert, wie dessen Kunst z.B. in Andy Warhol einen Bewunderer fand.

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

BESUCH DER BREMER KUNSTHALLE: ZUR AUSSTELLUNG „DER ANDERE ANDERSEN –HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER“
7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207 7.50 Uhr ab Wentorf ...

21. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
HEUTE RICHTIG EINKAUFEN – DAMIT WIR MORGEN GUT ESSEN KÖNNEN

Referent: Dipl. Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Was und wie wir heutzutage einkaufen, entscheidet nicht nur über unsere momentane Gesundheit, sondern auch darüber, welche Lebensmittel unsere Kinder und Kindeskinder in Zukunft vorfinden werden. Zu keiner Zeit hat sich die Lebensmittelproduktion so grundlegend verändert wie in den letzten Jahren. Viele Nahrungsmittel enthalten nicht mehr das, was Käuferinnen und Käufer erwarten. - Wie man Werbung und Marketingtricks durchschaut und woran man erkennt, was in den Lebensmitteln wirklich steckt, wird in diesem Vortrag erklärt.

22. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
MEHR RUHE – MEHR LEBENSQUALTITÄT

Referent: Prof. Dr-Ing. Martin Jäschke, HafenCity Universität Hamburg, Professur „Immissionsreduzierung in Urbanen Räumen“

Hauptstraße 18 d-Angerhof- 21465 Wentorf b. H.

Lärm wird schon seit langem bekämpft. Seit 2007 besteht für den Staat eine völlig neue gesetzliche Verpflichtung: Er soll auch die Ruhe schützen und zu diesem Zwecke „Ruhige Gebiete“ ausweisen. Und das nicht nur draußen auf dem Land, sondern auch mitten in der Stadt. Aber wozu brauchen Menschen Ruhe? Was ist das überhaupt? Wie und wo lassen sich Ruhige Gebiete finden? Der Vortrag gibt einerseits Antworten und spricht andererseits manche noch offene Frage an.


Dezember Seitenanfang

4. Dezember 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
STUDIENREISE: WASHINGTON D.C.

Referent: PD Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Der Vortrag mit Power-Point-Präsentation wird eine Studienreise in die Hauptstadt der USA dokumentieren, die ich im September 2018 mit Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg durchführen werde. Im Mittelpunkt dieser Studienreise steht Washingtons unvergleichliche Museenlandschaft, die sog. Smithsoninan Institution. Dieser weltweit größte Museumskomplex beherbergt u.a. das National Air and Space Museum, das National Museum of Natural History, das National Museum of the American Indian sowie das erst 2016 eröffnete National Museum of African American History and Culture. Doch auch die unzähligen Denkmäler (z.B. Lincoln Memorial, Vietnam Veterans Memorial) sowie die politischen Instanzen des krisengeschüttelten Washington und Schauplätze der Weltpolitik (z.B. White House, United States Capitol, Supreme Court, Library of Congress) stehen auf der Tagesordnung.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)


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